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Große Vorfreude auf die Eröffnung der neuen Robbenanlage im Sommer

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Rostock – Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des 125. Zoojubiläums, das mit vielen Höhepunkten aufwartete und gebührend gefeiert wurde. Mit rund einer halben Million Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2024 zählt der traditionsreiche Zoo an der Ostseeküste zu den besucherstärksten Freizeit- und Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Gleich drei Neueröffnungen stehen für dieses Jahr an. Im Sommer sollen sowohl die neue Robbenanlage und das Café Käfer als auch der denkmalgerecht sanierte historische Zooeingang an der Trotzenburg wiedereröffnet werden. Aber auch neue Zukunftsprojekte sind in Planung. Sie werden Bestandteil eines umfassenden Masterplans sein.

„Wir haben ein großartiges Jubiläumsjahr hinter uns, aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen“, betonte Zoodirektorin Antje Angeli. „Große und sehr vielschichtige Herausforderungen werden uns in den nächsten Jahren beschäftigen. Diese wollen wir mit Unterstützung des Landes und der Stadt sowie unseren Partnern und Förderern gemeinsam meistern.“

Faszinierende Einblicke in die Welt der Robben
Der Höhepunkt im Zoojahr 2025 wird die Eröffnung der neuen Robbenanlage mit einer Tribüne und Panoramascheiben für einen freien Blick unter Wasser sein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine moderne, nach höchsten Standards der Zootierhaltung gebaute Tieranlage. „Wie bereits in unseren vorherigen Projekten werden wir auch hier die Tierhaltung mit zahlreichen Informationen zu den gezeigten Tierarten und ihrem Lebensraum verbinden“, kündigte die Zoodirektorin an.  
Die Bauarbeiten schreiten zügig voran, so dass momentan mit einem Start im Frühsommer, zum Beginn der Hauptsaison, gerechnet werden kann. Die Gestaltung der Anlage nimmt mit den Kunstfelsstrukturen bereits sichtbare Formen an, während das Landschaftsbaugewerk erste Wege anlegt. Die speziell angefertigten Panoramascheiben sollen noch im Februar eingebaut werden und auch die Technikhalle füllt sich mit den notwendigen Filter- und Steuerungsanlagen.
Schon im Mai sollen die drei Seehunde Susi (36), Gizmo (23) und Sammy (3), die derzeit noch im Robbenforschungszentrum des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock, im Marine Science Center Hohe Düne, untergebracht sind, in den Zoo zurückkehren. Zur zeitgleichen Eingewöhnungsphase werden zwei Südafrikanische Seebären in den Zoo Rostock umziehen der 2022 im Zoo Wrocław in Polen geborene Alfie und der 2019 im Zoo Prag in Tschechien geborene Eda.  

„Mit der Robbenanlage setzen wir ein Zeichen für eine moderne und artgerechte Tierhaltung und bieten unseren Besucherinnen und Besuchern eine völlig neue Perspektive auf diese faszinierenden Tiere. „Mit spannenden Fakten über ihre Lebensweise und ihren Lebensraum möchten wir das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz stärken. Als moderner Zoo sehen wir es als unsere Aufgabe an, Wissen über die Vielfalt der Natur und ihre komplexen Zusammenhänge zu vermitteln“, so die Zoodirektorin.


Ein weiteres größeres Bauprojekt, das im Sommer abgeschlossen wird, ist die denkmalgerechte Sanierung des 1909 bis 1910 erbauten Eingangsgebäudes an der Trotzenburg. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine barrierefreie und begehbare repräsentative Eingangszone, die den ursprünglichen Charakter und den Charme des Gebäudes wiederaufleben lässt. Als größere Baumaßnahmen sind des Weiteren die Erneuerung der Kletterstrukturen der großen Orang-Utan-Innenanlage im Darwineum und diverse Sanierungsarbeiten am Wegenetz im Zoo geplant. Dank einer großzügigen Spende des Rostocker Zoovereins zum 125. Zoojubiläum können die Besucherinnen und Besucher die Mandschurenkraniche bald in einer modernisierten Anlage beobachten. Hier steht der erste Bauabschnitt bereits unmittelbar bevor.

Zukunft gestalten – Welchen Zoo wollen wir haben?
Neben den Neubauten und Sanierungsmaßnahmen  steht der Zoo in den kommenden Jahren  zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Im vergangenen Jahr wurde eine umfassende Bestandsanalyse aller Gebäude, zoologischer und technischer Anlagen und aller Besucherbereiche durchgeführt. Im Folgenden wurde ein detaillierter Maßnahmenplan erarbeitet, der eine Handlungsgrundlage für die weitere Entwicklung des Zoos darstellt.

Eine große Herausforderung stellen für den Zoo aber auch einige notwendige städtische Bauprojekte, wie die Erneuerung der Brücke in der Rennbahnallee und die Straßenbahnnetzerweiterung der RSAG dar. Dadurch werden die Erreichbarkeit sowie die Parkplatzkapazitäten des Zoos beeinflusst. „Hier setzen wir auf intensive Abstimmungen mit allen Beteiligten, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, so Angeli.  

Masterplan soll Ziele langfristig abstecken
„Um die Erfolgsgeschichte des Rostocker Zoos weiterzuentwickeln und um national wie international konkurrenzfähig zu bleiben, müssen alle erforderlichen Maßnahmen vorausschauend geplant sowie räumlich, zeitlich und thematisch in einen Kontext gesetzt werden. Dies kann optimal im Rahmen eines Masterplans für die nächsten 15 bis 20 Jahre erarbeitet werden, in dem auch die weitere Planung für die Bestandsbauten sowie die Qualität der Versorgungsstrukturen auf dem Areal des Zoos neu bewertet werden. Dabei stehen Investitionen in moderne Tieranlagen, Bildungsangebote und eine nachhaltige Infrastruktur im Mittelpunkt. Nicht zuletzt geht es auch um Entwicklungs- und Einsparpotenziale, aber ebenfalls um Visionen für den Zoo Rostock.
Zukunftsprojekte wie das „Humboldteum“, in dem die Biodiversität in den Fokus gerückt wird und eine Vielzahl an Informationen rund um die Themen Artenvielfalt und Artenerhalt innovativ vermittelt werden sollen, sowie weitere Vorhaben werden unter der Maßgabe einer größtmöglichen wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit geplant. 

„Unser Ziel ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Zoos mit einem klaren Fokus auf Natur- und Artenschutz, Bildung und Besucherzufriedenheit“, erklärte Angeli. „Dafür brauchen wir viel Unterstützung, finanzielle Förderung, den nötigen Handlungsspielraum und eine starke Akzeptanz in der Gesellschaft.“

Mit ZooLichtZauber erfolgreich ins neue Jahr gestartet
Seit dem 4. Januar präsentiert der Zoo Rostock mit dem ZooLichtZauber ein interaktives Lichterevent, das den neuen Zooteil in eine stimmungsvoll illuminierte Landschaft verwandelt. Das Team der World of Lights, bekannt für spektakuläre Inszenierungen, schafft mit Licht, Laser und Nebel eine zauberhafte Atmosphäre, die schon viele kleine und große Zoogäste begeistert hat. Bislang haben 16.832 Besucherinnen und Besucher (Stand 18. Februar), ein Drittel davon waren Kinder, das Winterevent besucht, das noch bis zum 2. März angeboten wird und die Nebensaison bereichern soll.

Im vergangenen Jahr verzeichnete der Zoo Rostock 466.196 Besucherinnen und Besucher. Besucherstärkster Monat war erneut der August mit 70.418 Gästen. Gegenwärtig sind 19.686 Zoofreunde im Besitz einer Jahreskarte. Insgesamt 12.613Kinder und Jugendliche haben 2024 die Zooschule besucht. 458 Privatpersonen und Unternehmen unterstützen den Zoo Rostock mit einer Tierpatenschaft.
Besonders erfreulich ist die weiterhin hohe Beteiligung am freiwilligen Artenschutzbeitrag. Rund 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher entrichteten im Jahr 2024 mit ihrem Eintrittsgeld den Artenschutzbeitrag, so dass  Spendeneinnahmen in Höhe von 88.438,97 Euro für den Natur- und Artenschutz erzielt wurden.  Seit Einführung des Artenschutzbeitrages im Jahr 2021 konnten somit dank der Besucherinnen und Besucher bereits über 350.000 Euro an die vom Zoo Rostock unterstützten Natur- und Artenschutzorganisationen (s. Überblick) für ihre Projektarbeit überwiesen werden. „Das ist ein bedeutender Erfolg, auf den wir sehr stolz sind und der uns mit großer Dankbarkeit erfüllt“, unterstrich die Zoodirektorin.

Aktiver Artenschutz: International, national, vor der Haustür oder im Zoo
Der Zoo Rostock erweitert in diesem Jahr sein Engagement im Artenschutz mit zwei neuen Projekten. Er kooperiert erstmals mit Citizen Conservation (citizen-conservation.org). Die Anzahl der Ex-situ-Erhaltungszuchtprogramme, das heißt die koordinierte Zucht in menschlicher Obhut, muss in den nächsten Jahren drastisch erhöht werden, um das Artensterben einzudämmen. Mittels der Einbeziehung von Zoos sowie privaten Halterinnen und Haltern soll diesem Ziel nähergekommen werden.  Zudem beteiligt sich der Zoo an „Plan G“, einem Projekt zum Schutz der bedrohten Fischgruppe der Hochlandkärpflinge in Mexiko (goodeidworkinggroup.com).
Neben finanzieller Unterstützung engagiert sich der Zoo aktiv für den Schutz heimischer Arten, etwa durch die Aufnahme und Versorgung von verletzten Weißstörchen in Zusammenarbeit mit dem NABU seit 1956. Fünf Weißstörche konnten nach erfolgreicher Pflege im vergangenen Jahr wieder ausgewildert werden. Im Zoo selbst befinden sich an verschiedenen Stellen Nistkästen und Quartiere für Fledermäuse, Insektenhotels oder Brutkästen für Vögel, unter anderem für wilde Schleiereulen oder für Rauchschwalben und Haussperlinge.

Die Zoodirektorin hob ein „Naturschutzprojekt vor der Haustür“ besonders hervor: Den Schutz des Sandregenpfeifers an der Ostseeküste. Das gemeinsame Projekt mit der Fachgruppe Ornithologie Rostock im NABU Mittleres Mecklenburg schafft geschützte Brutflächen für den akut vom Aussterben bedrohten Küstenvogel in der Region um Rostock. Der Zoo unterstützt die Einrichtung dieser „Strandinseln“ nicht nur durch die Übernahme der Materialkosten, sondern auch durch umfangreiche Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt hatte bereits im ersten Jahr Erfolg. Sechs Küken konnten bei der Aufzucht und beim Flüggewerden beobachtet werden.
„Artenschutz beginnt nicht erst in fernen Ländern, sondern direkt bei uns. Ob in internationalen Projekten oder mit Schutzmaßnahmen für heimische Arten – jeder Beitrag zählt. Der Erfolg beim Sandregenpfeifer zeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können, wenn wir Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen.“

Tierische News aus dem Zoo Rostock
Mit rund 6.500 Tieren aus 500 Arten gibt es im Zoo Rostock immer wieder spannende Entwicklungen. 2024 brachte einige seltene Zuchterfolge, darunter die erste erfolgreiche Nachzucht bei den Beos im Regenwaldpavillon. Die Elterntiere wurden im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes im „Datingcenter“ des Vogelparks Marlow zusammengeführt. Eine neue Zuchtgruppe des bedrohten Himmelblauen Zwergtaggeckos wurde aufgebaut und ist im Süßwasseraquarium zu sehen. Zudem sind interessante neue Arten eingezogen – darunter der erste Rote Panda, Pater-David-Felsenhörnchen im Vogel-Reptilien-Haus, der Kiebitz als „Vogel des Jahres 2024“ in der Seevogelvoliere, Türkei-Stachelmäuse im Kleintierhaus und Blaue Jemen-Vogelspinnen im Süßwasseraquarium.
Auch 2025 wird es wieder besondere Neuzugänge geben: Blaukronenhäherlinge und Tafelberg-Baumsteiger sollen helfen, bedrohte Arten zu erhalten. Ein Fischotter-Weibchen wird erwartet, ebenso eine neue Wildhund-Gruppe und Burma-Sternschildkröten. Zudem ziehen Zwergplumploris, Steppenlemminge und Rotschnabelkittas in den Zoo Rostock ein. Vor allem der Rückkehr der Seehunde und Südafrikanischen Seebären im Frühjahr wird im Zoo mit großer Vorfreude entgegengesehen.

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